Retrospektive 2024

How to Start – unter diesem Motto ging das Weltformat Graphic Design Festival 2024 der Frage auf den Grund, die wohl alle Gestalter:innen irgendwann beschäftigt: Wie beginnt man überhaupt? Dabei zeigte sich schnell: Der Anfang ist nie nur einer.

Für viele junge Besucher:innen, die noch in Ausbildung oder gerade erst im Beruf angekommen sind, stand die Frage im Raum: Wie startet man eine Karriere im Grafikdesign? Was können wir von etablierten Studios lernen – und welche Schritte haben ihnen geholfen, den Sprung in die Selbstständigkeit zu schaffen?

Für andere war der Blick stärker auf den kreativen Prozess gerichtet: Wie startet man ein neues Projekt? Wie überwindet man die Leere des weissen Blatts, findet den ersten Funken, der den Stein ins Rollen bringt?

Das diesjährige Festival bot Platz für beide Perspektiven – und zeigte: Der Anfang ist kein einzelner Moment, sondern ein Prozess, den wir alle auf unsere Weise gestalten. Im Dialog mit internationalen Gästen, durch Workshops, Ausstellungen, Vorträge und viele Gespräche haben wir den Zauber des Anfangens gefeiert – mitsamt allen Fragen, Zweifeln und Ideen, die dazugehören.

Ausstellungen

Mit den Ausstellungen 100 beste Plakate und Schönste Bücher aus aller Welt wurde wieder ein inspirierender Überblick über aktuelle Strömungen im Grafikdesign aufgezeigt. Dazu gesellten sich in diesem Jahr die grossartig szenografierte Ausstellung mit den Plakaten des Fantoche Festivals in der Kunsthalle und unsere erste Briefmarken-Ausstellung in der Heiliggeistkapelle.

Eröffnungstag

Der Eröffnungstag begann bereits schon Vormittags mit Einführungen in den Ausstellungen in der Heiliggeistkapelle, der Kornschütte und der Kunsthalle Luzern. Am Nachmittag folgte das Symposium im Moderne mit zwei spannenden Panels, die aktuelle Themen und Herausforderungen im Grafikdesign diskutierten. Die feierliche Verleihung des Newcomer Awards bildete den Auftakt zum Abendprogramm, das mit einem gemeinsamen Festivalessen eingeläutet wurde. Den krönenden Abschluss des Tages bildete die Opening Party, die Besucher:innen, Interessierte und Freund:innen zum gemeinsamen Feiern einlud.

Workshops

Der Workshop-Sonntag in der Viscosistadt bot ein vielfältiges Programm für Gestalter:innen aller Erfahrungsstufen. Besonders hervorzuheben sind die «Work Like»-Workshops, die einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise renommierter Studios ermöglichten. Ein Beispiel hierfür ist der Workshop mit Studio Dumbar/DEPT®, geleitet von Jasper Scholma und Elvin van Dalen. Die Teilnehmer:innen erkundeten die Beziehung zwischen Klang und Bewegung und integrierten Sound in ihr eigenes Motion Design. Neben den «Work Like»-Workshops wurden weitere Sessions angeboten, die neue Techniken im Grafikdesign vermittelten. Das gemeinsame Mittagessen bot eine ideale Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung unter den Teilnehmer:innen.


Fotos

Robert Rey